Heizkosten sparen in der Mietwohnung: 7 Tipps, die wirklich wirken
Stand: 12. Oktober 2026 · Anzeige: enthält Affiliate-Links zu Amazon
Draußen wird es früh dunkel, drinnen läuft die Heizung. Und irgendwo im Hinterkopf sitzt schon die Frage, wie hoch die nächste Nebenkostenabrechnung wohl ausfällt. Die gute Nachricht: Auch in einer Mietwohnung kannst du beim Heizen eine Menge sparen. Ohne Umbau, ohne Bohren und meist ohne deinen Vermieter fragen zu müssen.
- Jedes Grad weniger spart etwa 6 Prozent Heizenergie. 20 °C im Wohnzimmer reichen meist völlig.
- Programmierbare Thermostate sparen laut Umweltbundesamt etwa 10 Prozent Energie. Als Mieter darfst du sie selbst anbringen.
- Zugluft stoppen, abends Vorhänge zu, richtig lüften: kleine Handgriffe mit großer Wirkung.
1. Die richtige Temperatur für jeden Raum
Der größte Hebel ist zugleich der einfachste. Das Umweltbundesamt empfiehlt im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 °C, in der Küche 18 °C und im Schlafzimmer 17 °C. Jedes Grad weniger spart dabei rund 6 Prozent Heizenergie.
Ein kleiner Trick am Thermostat: Die Stufe 3 entspricht meist etwa 20 °C. Es bringt übrigens nichts, die Heizung auf Stufe 5 zu drehen, damit es schneller warm wird. Der Raum heizt nicht schneller auf, er wird nur am Ende zu warm. Ganz kalt sollte es aber auch nicht werden: Die Verbraucherzentrale rät, auch ungenutzte Räume nicht unter 16 °C abkühlen zu lassen, sonst droht Schimmel.
2. Smarte Thermostate: heizen nur, wenn du da bist
Wer morgens aus dem Haus geht, heizt oft stundenlang für eine leere Wohnung. Genau hier helfen programmierbare Thermostate. Sie senken die Temperatur automatisch, wenn du weg bist oder schläfst. Bevor du heimkommst oder aufstehst, ist es wieder warm. Das Umweltbundesamt beziffert die Ersparnis auf etwa 10 Prozent.
Ehrlich gesagt hängt der Effekt davon ab, wie du bisher geheizt hast. Hast du die Heizung schon immer brav heruntergedreht, gewinnst du vor allem Komfort. Hast du es oft vergessen, merkst du es auch auf der Abrechnung.
Wichtig für Mieter: Laut Verbraucherzentrale darfst du die Thermostatköpfe in deiner Mietwohnung selbst austauschen. Das Ventil bleibt dabei unberührt, es tritt kein Wasser aus. Heb die alten Köpfe aber gut auf, damit du sie beim Auszug wieder anbringen kannst.
3. Zugluft an der Tür stoppen
Kalte Füße im Flur? Dann zieht es wahrscheinlich unter der Tür durch. Das Umweltbundesamt rät, undichte Stellen an Türen und Fenstern abzudichten, denn durch Zugluft geht viel Energie verloren. Für Mieter ideal sind selbstklebende Türdichtungen, die du einfach zuschneidest und unten an die Tür klebst.
Eine Ausnahme gibt es: Hast du eine Gasetagenheizung im Raum, frag vorher deinen Vermieter oder den Schornsteinfeger. Manche dieser Heizungen brauchen die Luft aus dem Raum.
4. Abends Rollladen und Vorhänge schließen
Ein geschlossener Rollladen kann nachts die Wärmeverluste durch das Fenster um etwa 20 Prozent verringern, schreibt das Umweltbundesamt. Geschlossene Vorhänge verstärken den Effekt noch. Hast du keinen Rollladen, ist ein dichter Thermovorhang eine schöne Lösung, die gleichzeitig gemütlich aussieht.
Nur eins solltest du vermeiden: Vorhänge oder Möbel direkt vor dem Heizkörper. Sonst staut sich die Wärme dahinter und das Thermostat regelt herunter, bevor der Raum warm ist.
5. Richtig lüften statt Fenster kippen
Ein dauerhaft gekipptes Fenster ist im Winter einer der größten Wärmediebe. Besser ist Stoßlüften: mehrmals am Tag die Fenster weit öffnen, im Winter reichen fünf bis zehn Minuten. Am besten gegenüberliegende Fenster gleichzeitig, dann geht es noch schneller. Und ganz wichtig: Dreh währenddessen die Heizung zu.
6. Die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten
Wer weniger heizt, muss auf die Feuchtigkeit achten, denn kühle Luft nimmt weniger Wasser auf. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb ein Hygrometer, damit du siehst, wann Lüften nötig ist. Als Faustregel gilt für nicht oder schlecht gedämmte Wohnungen: im Winter unter 50 Prozent Luftfeuchtigkeit.
7. Heizkörper frei halten und Möbel abrücken
Zum Schluss zwei Kleinigkeiten, die kaum jemand auf dem Schirm hat. Halte den Platz vor dem Heizkörper frei, damit sich die Wärme im Raum verteilen kann. Und rück große Möbel mindestens 10 cm von den Außenwänden ab. So kann die Luft zirkulieren und Schimmel hat keine Chance.
Mein Fazit
Du musst nicht frieren, um Heizkosten zu sparen. Fang mit den kostenlosen Tipps an: Temperatur prüfen, richtig lüften, abends Vorhänge zu. Wenn du dann noch etwas investieren möchtest, bringen smarte Thermostate und eine Türdichtung am meisten. Beides kannst du als Mieter selbst anbringen und beim Auszug einfach wieder mitnehmen.
Quellen
- Umweltbundesamt: Richtiges Heizen schützt das Klima und den Geldbeutel
- Verbraucherzentrale: Heizkosten sparen: Thermostat richtig einstellen und wechseln
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